Kredit für Steuervorauszahlung

Die Notwendigkeit zu einem Kredit für Steuervorauszahlung besteht in den meisten Fällen bei der Einkommensteuer. Gewerbetreibende und umsatzsteuerpflichtige Freiberufler können von nicht durch Zahlungseingänge gedeckten Vorauszahlungen betroffen sein, wenn sie ihren Kunden lange Zahlungsziele einräumen. Die Problematik lässt sich allerdings durch die so gut wie immer genehmigt werdende Beantragung der Ist-Versteuerung vermeiden, da in diesem Fall die Umsatzsteuerpflicht erst nach dem Zahlungseingang entsteht.

Gewährt das Finanzamt keinen Kredit für Steuervorauszahlung?

Anders als bei Steuernachzahlungen sind Zahlungsvereinbarungen mit dem Finanzamt bei fälligen Vorauszahlungen kaum zu treffen. Der Grund hierfür besteht darin, dass zu hoch angesetzte Vorauszahlungen verringert werden können. Die Festlegung der Steuervorauszahlung erfolgt bei der Einkommensteuer anhand der im Vorjahr gezahlten Steuern. Falls diese zum Teil auf einem Einmaleffekt beruhen, ist ein Widerspruch gegen die Festlegung der Vorauszahlungsbeträge sinnvoll. Wenn sich das erwartete Einkommen innerhalb eines Steuerjahres verringert, reduziert das Finanzamt auf Antrag des Steuerzahlers die Vorauszahlungen. Das gilt sowohl bei einer schweren Krankheit als auch Mindereinnahmen infolge eines längeren Urlaubs. Dass Einzelhändlern bei länger andauernden Baumaßnahmen Gewinneinbußen in Kauf nehmen müssen, ist Finanzämtern ebenfalls bekannt, so dass sie entsprechende Bitten um eine Senkung der Vorauszahlungen erfüllen. Weniger Chancen auf eine Verringerung der zu zahlenden Beträge haben Steuerpflichtige, deren Wunsch nach verringerten Vorauszahlungen nicht auf verminderten steuerpflichtigen Einnahmen, sondern auf einer aktuellen finanziellen Schieflage beruht. In diesem Fall lehnen Finanzämter Anträge auf eine Verringerung der Vorauszahlungsbeträge zumeist ab und verweisen stattdessen auf einen Kredit für Steuervorauszahlung.

Ein preiswertes Darlehen für die Steuervorauszahlung finden

Da die Beträge alle drei Monate fällig werden, nutzen Steuerzahler gerne den Dispositionskredit auf dem Girokonto für die Begleichung der Steuervorauszahlungen. Diese Variante ist als nahezu dauerhafter Kredit für Steuervorauszahlung zwar anwendbar, aber aufgrund der hohen Sollzinsen nicht empfehlenswert. Besser ist die Aufnahme eines Bankkredites, wenn Steuerzahler einmalig die fällig werdenden Vorauszahlungsbeträge nicht aus dem laufenden Einkommen begleichen können. Für die regelmäßig Kreditaufnahme bieten sich Kurzzeitkredite an, die von einigen hierauf spezialisierten Geldinstituten vergeben werden. Während die erste Kreditaufnahme eine Registrierung unter der Durchführung des Postident-Verfahrens voraussetzt, lassen sich Folgedarlehen ohne große Formalitäten beantragen, so dass der gewünschte Geldbetrag nach kurzer Zeit auf dem Girokonto eingeht. Bei der Aufnahme eines Bankdarlehens muss der Kunde nicht angeben, dass er den Kredit für Steuervorauszahlung benötigt, da die Geldvergabe üblicherweise ohne Zweckbindung erfolgt. Einen günstigen Kredit für ihre Vorauszahlungen finden Steuerpflichtige, indem sie online einen Kreditvergleich vornehmen. Bei der Wahl eines Privatdarlehens für die zu leistende Steuervorauszahlung ist anders als bei Bankkrediten hingegen die Angabe des Verwendungszwecks üblich, da private Kreditgeber diesen bei ihren Entscheidungen berücksichtigen.